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Laserkorrektur bei Kindern

Die Laserkorrektur der Augen (LASIK oder PRK) ist ein bewährtes Verfahren, um Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus zu korrigieren. Bei Erwachsenen gehört sie längst zum Alltag der Augenheilkunde. Bei Kindern wird sie hingegen nur in seltenen Ausnahmefällen eingesetzt.

Was macht die Laserkorrektur?

Bei der Laserbehandlung wird die Hornhaut (die vorderste, durchsichtige Schicht des Auges) mit einem Excimer-Laser so umgeformt, dass das Licht wieder korrekt auf der Netzhaut gebündelt wird. Es gibt verschiedene Verfahren:

  • LASIK: Unter einer Hornhautlamelle wird Gewebe mit dem Laser abgetragen
  • PRK: Die oberste Hornhautschicht wird entfernt und dann wird direkt auf der Hornhaut gelasert

Warum nicht routinemässig bei Kindern?

Es gibt mehrere Gründe, warum eine Laserkorrektur bei Kindern nicht standardmässig durchgeführt wird:

  • Veränderliche Brillenwerte: Die Augen von Kindern wachsen noch, und die Brechkraft verändert sich bis ins junge Erwachsenenalter. Eine Korrektur, die heute passt, kann in wenigen Jahren nicht mehr stimmen.
  • Kooperation: Kinder können während des Eingriffs nicht stillhalten und müssen in Vollnarkose operiert werden.
  • Keine Zulassung: In den meisten Ländern ist die Laserkorrektur nicht für Minderjährige zugelassen.
  • Intensivere Nachsorge: Die Nachbehandlung ist aufwändiger als bei Erwachsenen.

Wann kann eine Laserkorrektur bei Kindern sinnvoll sein?

In ausgewählten Einzelfällen kann eine Laserbehandlung bei Kindern erwogen werden, wenn herkömmliche Methoden versagen:

  • Brillenunverträglichkeit: Das Kind kann aus medizinischen oder entwicklungsbedingten Gründen keine Brille tragen (z. B. bei schweren Behinderungen).
  • Kontaktlinsen nicht möglich: Kontaktlinsen werden nicht vertragen oder sind praktisch nicht anwendbar.
  • Starke Anisometropie: Ein grosser Unterschied in der Brechkraft zwischen beiden Augen, der mit Brille nicht ausreichend ausgeglichen werden kann und zu Amblyopie (Schwachsichtigkeit) führt.
  • Drohende Amblyopie: Wenn keine andere Korrekturmöglichkeit besteht und das Sehvermögen eines Auges durch die unkorrigierte Fehlsichtigkeit gefährdet ist.

Ablauf bei Kindern

Da Kinder während des Eingriffs nicht kooperieren können, wird die Laserbehandlung unter Vollnarkose durchgeführt. Die Nachbehandlung umfasst entzündungshemmende und befeuchtende Augentropfen über mehrere Wochen. Engmaschige Kontrollen sind nötig, um den Heilungsverlauf zu überwachen und die Sehentwicklung zu beurteilen.

Was die Laserkorrektur nicht kann

Wichtig zu verstehen: Die Laserkorrektur korrigiert nur die Brechkraft des Auges. Sie behandelt kein Schielen (Strabismus) und ersetzt keine Amblyopie-Therapie. Kinder, die nach der Laserbehandlung eine Sehschwäche haben, benötigen weiterhin Pflaster- oder Tropfentherapie.

Die Entscheidung für eine Laserkorrektur bei einem Kind ist eine sorgfältige Einzelfallentscheidung. Sie kommt nur infrage, wenn alle konventionellen Korrekturmöglichkeiten ausgeschöpft sind und die Sehentwicklung des Kindes ohne Eingriff gefährdet wäre. Besprechen Sie die Möglichkeiten, Risiken und den zu erwartenden Nutzen ausführlich mit Ihrem Kinderaugenarzt.