Die Laserkorrektur der Augen (LASIK oder PRK) ist ein bewährtes Verfahren, um Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus zu korrigieren. Bei Erwachsenen gehört sie längst zum Alltag der Augenheilkunde. Bei Kindern wird sie hingegen nur in seltenen Ausnahmefällen eingesetzt.
Bei der Laserbehandlung wird die Hornhaut (die vorderste, durchsichtige Schicht des Auges) mit einem Excimer-Laser so umgeformt, dass das Licht wieder korrekt auf der Netzhaut gebündelt wird. Es gibt verschiedene Verfahren:
Es gibt mehrere Gründe, warum eine Laserkorrektur bei Kindern nicht standardmässig durchgeführt wird:
In ausgewählten Einzelfällen kann eine Laserbehandlung bei Kindern erwogen werden, wenn herkömmliche Methoden versagen:
Da Kinder während des Eingriffs nicht kooperieren können, wird die Laserbehandlung unter Vollnarkose durchgeführt. Die Nachbehandlung umfasst entzündungshemmende und befeuchtende Augentropfen über mehrere Wochen. Engmaschige Kontrollen sind nötig, um den Heilungsverlauf zu überwachen und die Sehentwicklung zu beurteilen.
Wichtig zu verstehen: Die Laserkorrektur korrigiert nur die Brechkraft des Auges. Sie behandelt kein Schielen (Strabismus) und ersetzt keine Amblyopie-Therapie. Kinder, die nach der Laserbehandlung eine Sehschwäche haben, benötigen weiterhin Pflaster- oder Tropfentherapie.
Die Entscheidung für eine Laserkorrektur bei einem Kind ist eine sorgfältige Einzelfallentscheidung. Sie kommt nur infrage, wenn alle konventionellen Korrekturmöglichkeiten ausgeschöpft sind und die Sehentwicklung des Kindes ohne Eingriff gefährdet wäre. Besprechen Sie die Möglichkeiten, Risiken und den zu erwartenden Nutzen ausführlich mit Ihrem Kinderaugenarzt.