Die monokulare Elevationsdefizienz, auch als „Double Elevator Palsy" bekannt, ist eine Augenbewegungsstörung, bei der ein Auge nicht oder nur eingeschränkt nach oben blicken kann. Das betroffene Auge steht dadurch häufig tiefer als das gesunde Auge, was zu einer sichtbaren Augenfehlstellung und möglicherweise zu Doppelbildern führt.
Die Einschränkung der Aufwärtsbewegung kann verschiedene Ursachen haben:
Die Erkrankung ist meist angeboren und betrifft in der Regel nur ein Auge. In seltenen Fällen kann sie auch im Laufe des Lebens durch neurologische Schädigungen entstehen.
Orthoptistin Edona Desku prüft die Augenbewegungen Ihres Kindes in allen Blickrichtungen, Dr. Stefan Langenegger beurteilt, ob Beobachtung, Pflaster, Prismen oder eine Augenmuskeloperation sinnvoll sind. Auch eine Kopfhaltung mit angehobenem Kinn klären wir in unserer Zürcher Praxis am Hauptbahnhof ab.
Die Diagnose wird durch eine gründliche augenärztliche und orthoptische Untersuchung gestellt. Dabei werden die Augenbewegungen in allen Blickrichtungen geprüft, um festzustellen, welche Muskeln betroffen sind. Ergänzende bildgebende Verfahren wie MRT können helfen, eine neurologische Ursache auszuschliessen.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad:
Die monokulare Elevationsdefizienz ist in der Regel stabil und verschlechtert sich nicht. Mit einer gezielten Behandlung lassen sich die Augenstellung und eine allfällige Kopfzwangshaltung in vielen Fällen deutlich verbessern. Regelmässige augenärztliche Kontrollen sind wichtig, um eine Amblyopie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.