Der dünnflüssige Anteil der Tränen wird hauptsächlich in der Tränendrüse (Glandula lacrimalis) produziert.
Die Tränen befeuchten das Auge und werden danach von den Tränenpünktchen aufgenommen. Über die Tränenkanäle werden bei jedem Lidschluss die Tränen in den Tränensack gepumpt. Vom Tränensack laufen die Tränen dann in die Nase. Aus diesem Grund muss man häufiger schlucken, wenn man weint.
Bei der kongenitalen Tränenwegsstenose handelt es sich um eine angeborene Verengung oder Blockade der Tränenwege, die den normalen Abfluss der Tränen vom Auge in die Nase behindert.
Man erkennt die Tränenwegsstenose an vermehrtem Tränenfluss und wiederkehrenden Entzündungen im Bereich des betroffenen Auges.
Kongenitale Tränenwegsstenosen sind sehr häufig. In den meisten Fällen (90 %) öffnen sich die Tränenwege im Verlauf des ersten Lebensjahres. Durch Massage kann dies unterstützt werden.
Nach dem vollendeten ersten Lebensjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Öffnung. Wir empfehlen Ihnen dann, die Tränenwege durch eine Sondierung, das Einführen einer haarfeinen Kanüle, und eine anschließende Spülung öffnen zu lassen. In einigen Fällen werden wir Ihnen auch die temporäre Einlage eines Silikonschläuchleins empfehlen. Das Schläuchlein dient der temporären Schienung der Tränenwege und wird nach einigen Wochen wieder entfernt.
Tränt ein Auge dauernd oder entzündet es sich immer wieder, ist eine Kontrolle sinnvoll, spätestens gegen Ende des ersten Lebensjahres. Dr. Stefan Langenegger untersucht Ihr Kind in unserer Praxis direkt am Hauptbahnhof Zürich und bespricht mit Ihnen Massage und, falls nötig, eine Sondierung der Tränenwege.