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Orbitafraktur (Augenhöhlenfraktur)

Eine Orbitafraktur ist ein Knochenbruch im Bereich der Augenhöhle, der knöchernen Höhle, die das Auge umgibt und schützt. Die Augenhöhle besteht aus mehreren dünnen Knochen, wobei der Boden und die innere (mediale) Wand am anfälligsten für Brüche sind. Orbitafrakturen treten durch direkte Gewalteinwirkung auf und können in jedem Alter vorkommen. Bei Kindern erfordern bestimmte Bruchformen besondere Aufmerksamkeit.

Ursachen

  • Stürze (besonders häufig bei Kindern)
  • Sportverletzungen (z. B. durch Ball, Ellbogen oder Schläger)
  • Verkehrsunfälle
  • Schläge und andere Gewalteinwirkung

Besonderheit bei Kindern: Die Falltürfraktur

Bei Kindern sind die Orbitaknochen elastischer als bei Erwachsenen. Es kann eine sogenannte „Falltürfraktur" (Trapdoor-Fraktur) entstehen: Der Knochen bricht, klappt auf und klemmt Augenmuskelgewebe ein, bevor er sich wieder schliesst. Dieses eingeklemmte Gewebe muss innerhalb von Stunden operativ befreit werden, um bleibende Augenbewegungsstörungen und Doppelbilder zu vermeiden. Eine Falltürfraktur ist ein augenärztlicher Notfall.

Symptome

  • Schwellung und Bluterguss um das Auge
  • Schmerzen, besonders bei Augenbewegungen
  • Doppelbilder
  • Taubheitsgefühl an Wange, Oberlippe oder Zähnen
  • Eingeschränkte Augenbeweglichkeit (das Auge kann nicht in alle Richtungen blicken)
  • Eingesunkenes Auge (Enophthalmus), manchmal erst nach Abklingen der Schwellung sichtbar

Schwellung und Doppelbilder nach einem Sturz

Nach einem Sturz oder Sportunfall mit Schwellung um das Auge, Doppelbildern oder eingeschränkter Augenbeweglichkeit ist rasches Handeln wichtig, bei Kindern ganz besonders. Rufen Sie uns an, wir schätzen ein, wie dringend die Untersuchung ist. Für die Nachkontrollen der Augenbeweglichkeit sind Dr. Stefan Langenegger und Orthoptistin Edona Desku mitten in Zürich am Bahnhofplatz für Sie da.

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Augenbeweglichkeit, der Pupillenreaktion und des Sehvermögens
  • Computertomografie (CT): Die wichtigste Bildgebung zur genauen Darstellung der Fraktur und möglicher Gewebeeinklemmungen

Behandlung

Konservative Therapie

Die meisten einfachen Orbitafrakturen heilen ohne Operation. Empfohlen wird:

  • Kühlung der betroffenen Stelle
  • Abschwellende Nasentropfen
  • Nase nicht schnäuzen (Luft kann sonst in die Augenhöhle gelangen und die Schwellung verschlimmern)
  • Bei Bedarf Schmerzmittel und Antibiotika
  • Regelmässige Nachkontrollen

Operative Therapie

Eine Operation ist notwendig bei:

  • Falltürfrakturen mit eingeklemmtem Gewebe (dringend!)
  • Anhaltenden Doppelbildern durch Gewebeeinklemmung
  • Deutlich eingesunkenem Auge (Enophthalmus)

Dabei werden eingeklemmte Weichteile befreit und bei Bedarf wird der Knochen mit einem Implantat stabilisiert.

Nachsorge

Nach einer Orbitafraktur sind regelmässige Kontrollen beim Augenarzt wichtig. Dabei wird die Augenbeweglichkeit überwacht und geprüft, ob sich Doppelbilder zurückbilden. In manchen Fällen kann nach der Heilung eine Schielstellung zurückbleiben, die gegebenenfalls weiter behandelt werden muss.

Wann sollten Sie sofort zum Arzt?

Bei einer Verletzung im Gesichtsbereich mit Schwellung um das Auge, Doppelbildern oder eingeschränkter Augenbeweglichkeit sollten Sie umgehend eine Notaufnahme oder augenärztliche Praxis aufsuchen. Besonders bei Kindern ist rasches Handeln entscheidend, um eine Falltürfraktur auszuschliessen.

Dr. Stefan Langenegger, Augenarzt Zürich

Dr. Stefan Langenegger

Behandelnder Augenarzt

044 442 04 05