Optikusdrusen sind kleine, verkalkende Ablagerungen aus Eiweiss und Kalzium im Sehnervenkopf (Papille). Sie kommen bei etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung vor, betreffen meist beide Augen und werden häufig als Zufallsbefund bei einer Routineuntersuchung entdeckt. In den meisten Fällen sind Optikusdrusen harmlos und erfordern keine Behandlung.
Optikusdrusen bilden sich langsam über Jahre, wahrscheinlich aus Stoffwechselprodukten der Sehnervfasern, die sich am Sehnervenkopf ablagern und verkalken. Die genaue Ursache ist nicht abschliessend geklärt. Da Drusen familiär gehäuft auftreten, wird eine erbliche Veranlagung angenommen.
Die meisten Betroffenen bemerken nichts: Optikusdrusen verursachen in der Regel keine Beschwerden. In einigen Fällen können jedoch folgende Veränderungen auftreten:
Das Hauptproblem besteht darin, dass Optikusdrusen den Sehnervenkopf vergrössert und geschwollen erscheinen lassen können. Dieses Bild ähnelt einem Papillenödem, einer echten Schwellung des Sehnervs, die auf einen erhöhten Hirndruck hinweisen kann. Die korrekte Unterscheidung ist daher entscheidend, um unnötige und belastende Abklärungen zu vermeiden.
Ob ein auffälliger Sehnervenkopf auf Drusen oder auf eine echte Schwellung zurückgeht, lässt sich augenärztlich gezielt unterscheiden. Dr. Stefan Langenegger beurteilt den Befund, plant die Verlaufskontrollen und untersucht auf Wunsch auch Eltern, Geschwister oder Kinder, nur wenige Schritte vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt.
Oberflächliche Drusen sind bei der Augenspiegelung oft direkt als gelblich-glänzende, unregelmässige Erhebungen auf der Papille sichtbar. Tiefer liegende (vergrabene) Drusen erfordern zusätzliche Untersuchungen:
Da Optikusdrusen vererbt werden können, empfiehlt es sich, bei einer Diagnose auch Familienmitglieder (Eltern, Geschwister, Kinder) augenärztlich untersuchen zu lassen.
Für Optikusdrusen selbst gibt es keine Behandlung, und in den allermeisten Fällen ist auch keine nötig. Treten seltene Komplikationen wie eine choroidale Neovaskularisation auf, kann diese mit Laser oder Medikamenteninjektionen behandelt werden.
Regelmässige augenärztliche Kontrollen werden empfohlen, um:
Die meisten Patienten mit Optikusdrusen behalten ein gutes Sehvermögen und benötigen lediglich jährliche Kontrollen. Trotz des ungewöhnlichen Namens ist die Prognose in der Regel sehr günstig.