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Optikusdrusen (Papillendrusen)

Optikusdrusen sind kleine, verkalkende Ablagerungen aus Eiweiss und Kalzium im Sehnervenkopf (Papille). Sie kommen bei etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung vor, betreffen meist beide Augen und werden häufig als Zufallsbefund bei einer Routineuntersuchung entdeckt. In den meisten Fällen sind Optikusdrusen harmlos und erfordern keine Behandlung.

Entstehung

Optikusdrusen bilden sich langsam über Jahre, wahrscheinlich aus Stoffwechselprodukten der Sehnervfasern, die sich am Sehnervenkopf ablagern und verkalken. Die genaue Ursache ist nicht abschliessend geklärt. Da Drusen familiär gehäuft auftreten, wird eine erbliche Veranlagung angenommen.

Symptome

Die meisten Betroffenen bemerken nichts: Optikusdrusen verursachen in der Regel keine Beschwerden. In einigen Fällen können jedoch folgende Veränderungen auftreten:

  • Leichte Gesichtsfeldausfälle: Vor allem im Randbereich des Sehfeldes. Diese sind oft so dezent, dass sie im Alltag nicht auffallen.
  • Selten: Sehverschlechterung durch Komplikationen wie abnorme Blutgefässneubildungen (choroidale Neovaskularisation) oder vorübergehende Durchblutungsstörungen

Warum sind Drusen klinisch relevant?

Das Hauptproblem besteht darin, dass Optikusdrusen den Sehnervenkopf vergrössert und geschwollen erscheinen lassen können. Dieses Bild ähnelt einem Papillenödem, einer echten Schwellung des Sehnervs, die auf einen erhöhten Hirndruck hinweisen kann. Die korrekte Unterscheidung ist daher entscheidend, um unnötige und belastende Abklärungen zu vermeiden.

Drusen oder Schwellung am Sehnerv?

Ob ein auffälliger Sehnervenkopf auf Drusen oder auf eine echte Schwellung zurückgeht, lässt sich augenärztlich gezielt unterscheiden. Dr. Stefan Langenegger beurteilt den Befund, plant die Verlaufskontrollen und untersucht auf Wunsch auch Eltern, Geschwister oder Kinder, nur wenige Schritte vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt.

Diagnose

Oberflächliche Drusen sind bei der Augenspiegelung oft direkt als gelblich-glänzende, unregelmässige Erhebungen auf der Papille sichtbar. Tiefer liegende (vergrabene) Drusen erfordern zusätzliche Untersuchungen:

  • Ultraschall des Auges: Zeigt die Verkalkungen als typische helle Reflexe
  • OCT (optische Kohärenztomographie): Stellt die Drusen und die umliegende Nervenfaserschicht präzise dar
  • Autofluoreszenz: Drusen leuchten bei dieser Untersuchung charakteristisch auf
  • CT (in seltenen Fällen): Nachweis der Verkalkungen

Familienuntersuchung

Da Optikusdrusen vererbt werden können, empfiehlt es sich, bei einer Diagnose auch Familienmitglieder (Eltern, Geschwister, Kinder) augenärztlich untersuchen zu lassen.

Behandlung

Für Optikusdrusen selbst gibt es keine Behandlung, und in den allermeisten Fällen ist auch keine nötig. Treten seltene Komplikationen wie eine choroidale Neovaskularisation auf, kann diese mit Laser oder Medikamenteninjektionen behandelt werden.

Verlaufskontrollen

Regelmässige augenärztliche Kontrollen werden empfohlen, um:

  • Gesichtsfeldveränderungen frühzeitig zu erkennen
  • Die Nervenfaserschicht mittels OCT zu überwachen
  • Seltene Komplikationen rechtzeitig zu identifizieren

Die meisten Patienten mit Optikusdrusen behalten ein gutes Sehvermögen und benötigen lediglich jährliche Kontrollen. Trotz des ungewöhnlichen Namens ist die Prognose in der Regel sehr günstig.

Dr. Stefan Langenegger, Augenarzt Zürich

Dr. Stefan Langenegger

Behandelnder Augenarzt

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