Die Optikusneuritis ist eine Entzündung des Sehnervs (Nervus opticus), die zu einem plötzlichen Sehverlust führt, häufig begleitet von Schmerzen bei Augenbewegungen. Der Sehnerv leitet die visuellen Signale von der Netzhaut zum Gehirn. Ist er entzündet, wird die Bildübertragung gestört und das Sehen verschlechtert sich innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen spürbar.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine Autoimmunreaktion: Das körpereigene Immunsystem greift die Umhüllung (Myelinscheide) des Sehnervs an. Häufige Auslöser und Zusammenhänge sind:
Bei Kindern verläuft die Optikusneuritis oft anders als bei Erwachsenen: Beide Augen sind häufiger gleichzeitig betroffen, und oft geht eine Infektionskrankheit voraus. Die Prognose ist bei Kindern insgesamt günstiger, und das Risiko für eine spätere MS ist niedriger als bei Erwachsenen.
Verschlechtert sich das Sehen innerhalb von Stunden oder Tagen, besonders mit Schmerzen bei Augenbewegungen, braucht es eine rasche Abklärung. Rufen Sie unsere Praxis am Hauptbahnhof Zürich an: Wir schätzen die Dringlichkeit ein, Dr. Stefan Langenegger hat einen Schwerpunkt in Neuroophthalmologie. Ausserhalb der Öffnungszeiten erreichen Sie den Notfalldienst Kanton Zürich unter 0800 33 66 55.
Die Diagnose stützt sich auf mehrere Untersuchungen:
Viele Fälle bessern sich innerhalb von Wochen spontan. Je nach Schweregrad und Ursache kommen folgende Massnahmen zum Einsatz:
Bei den meisten Patientinnen und Patienten erholt sich das Sehvermögen weitgehend, doch bei einigen bleibt eine gewisse Einschränkung, etwa ein leicht vermindertes Farbsehen oder eine reduzierte Kontrastempfindlichkeit, dauerhaft bestehen.
Suchen Sie umgehend eine Augenärztin oder einen Augenarzt auf, wenn Sie oder Ihr Kind innerhalb kurzer Zeit eine Sehverschlechterung bemerken, insbesondere in Kombination mit Augenschmerzen. Eine rasche Abklärung ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten und schwerwiegende Ursachen auszuschliessen.