Die Iritis ist eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris), des farbigen Teils des Auges, der die Pupille umgibt. Sie gehört zur Gruppe der vorderen Uveitis und kann in jedem Alter auftreten, auch bei Kindern. Eine rasche Erkennung und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Eine akute Iritis äussert sich typischerweise durch:
Achtung bei Kindern: Bei Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) verläuft die Iritis häufig ohne Schmerzen und ohne sichtbare Rötung. In diesen Fällen wird die Entzündung nur bei der regelmässigen Spaltlampenuntersuchung durch den Augenarzt entdeckt. Deshalb sind die empfohlenen Kontrolluntersuchungen bei JIA zwingend einzuhalten.
Die Iritis kann verschiedene Ursachen haben:
Ohne oder bei unzureichender Behandlung kann eine Iritis zu ernsthaften Folgeschäden führen:
Der Augenarzt untersucht das Auge an der Spaltlampe und sucht nach Entzündungszellen in der vorderen Augenkammer. Ergänzend werden Sehschärfe, Augeninnendruck und Augenhintergrund überprüft. Je nach Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung können Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren veranlasst werden.
Bei schweren, wiederkehrenden oder mit Autoimmunerkrankungen verbundenen Verläufen können zusätzlich verordnet werden:
Die Wahl der systemischen Therapie erfolgt in enger Abstimmung zwischen Augenarzt, Kinderarzt und ggf. Rheumatologen.
Komplikationen wie Katarakt oder Glaukom können eine operative Therapie erfordern. Eine bandförmige Hornhautverkalkung lässt sich mit speziellen Lösungen (Chelationstherapie) behandeln.
Eine einzelne Episode einer akuten Iritis heilt unter konsequenter Therapie meist folgenlos ab. Bei chronischen oder wiederkehrenden Verläufen, wie sie besonders bei JIA vorkommen, ist eine langfristige Überwachung und Behandlung erforderlich. Je konsequenter die Entzündung kontrolliert wird, desto geringer ist das Risiko für bleibende Schäden.