Ein Epiblepharon ist eine angeborene Lidfehlbildung, bei der eine überschüssige Hautfalte und ein verstärkter Lidmuskel die Wimpern nach innen gegen das Auge drücken. Betroffen ist meist das Unterlid. Das Epiblepharon kommt besonders häufig bei Kindern ostasiatischer Herkunft vor, tritt aber auch bei Kindern anderer Ethnien auf.
Beim Epiblepharon liegt eine überzählige Haut- und Muskelfalte am Lidrand vor, die die Wimpernreihe nach oben und innen drückt. Im Unterschied zum Entropium (bei dem sich das gesamte Lid nach innen dreht) bleibt die Lidstellung selbst beim Epiblepharon normal. Nur die Wimpern werden umgelenkt.
Die nach innen gerichteten Wimpern reiben auf der Hornhaut und der Bindehaut, was zu folgenden Beschwerden führen kann:
Manche Kinder zeigen trotz deutlich nach innen stehender Wimpern erstaunlich wenig Beschwerden, da ihre Wimpern weicher sind als bei Erwachsenen.
Die Diagnose wird bei der augenärztlichen Untersuchung gestellt:
In vielen Fällen bildet sich das Epiblepharon mit dem Wachstum des Kindes von selbst zurück. Im Laufe der ersten Lebensjahre verändert sich die Gesichtsanatomie. Die Wangen werden schmaler, die Nasenwurzel wird höher. So geht die überschüssige Hautfalte am Lid zurück und die Wimpern nimmt ihre natürliche Richtung nach aussen ein.
Eine Operation wird empfohlen, wenn:
Beim operativen Eingriff wird die überschüssige Haut- und Muskelfalte am Lidrand entfernt und die Wimpern in eine natürliche Stellung gebracht. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und hinterlässt in der Regel eine unauffällige Narbe im Lidbereich. Die Erfolgsrate ist hoch.