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Endophthalmitis

Was ist eine Endophthalmitis?

Endophthalmitis ist eine seltene, aber sehr ernsthafte Infektion im Inneren des Auges. Meist wird sie durch Bakterien oder, seltener, Pilze ausgelöst, die in den Augapfel gelangen.

Das kann nach einer Operation (z. B. nach einer Katarakt-OP), nach einer Augeninjektion oder durch eine Augenverletzung passieren. Äusserst selten können die Erreger auch über das Blut ins Auge gelangen. Dies passiert jedoch nur bei Patient:innen, die auch allgemein sehr krank sind (Sepsis) und daher meistens auf der Intensivstation im Spital sind.

Typische Symptome

Typische Anzeichen sind starke Augenschmerzen, ein schnell schlechter werdendes Sehvermögen, eine deutliche Rötung und Schwellung des Auges und manchmal auch erhöhte Lichtempfindlichkeit oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Eine Endophthalmitis gilt immer als augenärztlicher Notfall und muss umgehend behandelt werden.

Behandlung: Was wird gemacht?

Die Therapie besteht in der Regel aus hochwirksamen Antibiotika oder Antipilzmitteln, die direkt ins Auge appliziert werden. Manchmal ist zusätzlich ein Eingriff nötig, um infektiöses Material oder Fremdkörper aus dem Auge zu entfernen. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Chancen, das Augenlicht zu erhalten.

Der häufigste Grund für eine Endophthalmitis ist nach einer Augenoperation, z.B. nach der Katarakt-Operation (Grauer Star Operation). Typischerweise treten Symptome nicht unmittelbar nach der Operation, jedoch in den ersten Tagen auf. Folgende Symptome müssen ernst genommen und weiter abgeklärt werden

  • Zunehmende Sehverschlechterung
  • Zunehmende Schmerzen
  • Zunehmende Rötung
  • Eitriger Ausfluss