Unter Enukleation versteht man die operative Entfernung des gesamten Augapfels aus der Augenhöhle. Dieser Eingriff wird nur dann vorgenommen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind oder das Auge nicht mehr sinnvoll erhalten werden kann.
Gründe für eine Enukleation können zum Beispiel ein bösartiger Augentumor, eine schwere Verletzung oder ein schmerzhaft „blinder“ Augapfel sein.
Während der Operation wird der Augapfel entfernt, wichtige Augenmuskeln bleiben jedoch erhalten. Anschliessend wird meist ein Platzhalter eingesetzt. Nach der Heilung erhält die betroffene Person eine individuell angefertigte Augenprothese („Glasauge“ oder Kunststoffprothese). Diese sieht einem natürlichen Auge in Form und Farbe sehr ähnlich und bewegt sich durch die erhaltenen Muskeln mit.
Das Sehen auf diesem Auge ist nach einer Enukleation zwar dauerhaft verloren, aber Aussehen und Mimik können in der Regel gut wiederhergestellt werden. Ausserdem können starke Schmerzen oder das Risiko einer lebensbedrohlichen Erkrankung (z. B. bei Tumoren) damit deutlich reduziert werden.
Steht eine Enukleation im Raum oder liegt sie schon zurück, beantwortet Dr. Stefan Langenegger Ihre Fragen und gibt auf Wunsch eine Zweitmeinung. Ebenso wichtig ist die regelmässige Kontrolle des verbleibenden Auges, die wir in unserer Praxis am Bahnhofplatz in Zürich für Kinder und Erwachsene übernehmen.