Wer sich einer Augenoperation unterziehen muss, hat oft Fragen zur Narkose. Moderne Anästhesieverfahren sind sehr sicher und ermöglichen schmerzfreie Eingriffe. Je nach Art der Operation und Gesundheitszustand stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Hier erfahren Sie, was Sie vor, während und nach dem Eingriff erwartet.
Bei der Vollnarkose werden Sie in einen tiefen Schlaf versetzt, in dem Sie weder Schmerzen spüren noch sich bewegen. Dieses Verfahren wird bei den meisten Augenmuskeloperationen verwendet, da vollständige Ruhe des Auges für einen präzisen Eingriff entscheidend ist.
Der Ablauf:
Bei bestimmten Eingriffen – z.B. bei Schieloperationen bei kooperativen Erwachsenen – kann eine lokale Betäubung um das Auge in Kombination mit einer leichten Beruhigung (Sedierung) ausreichen. Sie befinden sich dann in einem entspannten Dämmerzustand und erinnern sich in der Regel nicht an den Eingriff. Reine Augentropfen genügen bei Augenmuskeloperationen nicht, da das Auge absolut ruhig gehalten werden muss.
Nach dem Eingriff werden die Narkosemedikamente gestoppt und der Beatmungsschlauch entfernt. Im Aufwachraum erwachen Sie innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten. Es ist normal, sich zunächst benommen und etwas verwirrt zu fühlen. Das Pflegepersonal überwacht Ihren Kreislauf, Ihre Atmung und Ihr Befinden. Schmerzmittel stehen bei Bedarf bereit.
Wichtig: Sie dürfen nach einer Vollnarkose 24 Stunden lang kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen. Bringen Sie eine Begleitperson mit, die Sie sicher nach Hause bringt. Die meisten Patientinnen und Patienten können am nächsten Tag ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen, wobei anstrengende körperliche Tätigkeiten für einige Tage eingeschränkt sein können.
Übelkeit ist nach Augenoperationen, insbesondere nach Schieloperationen, relativ häufig. Sie klingt in der Regel nach wenigen Stunden ab und lässt sich mit Medikamenten lindern. Beginnen Sie nach der Operation mit leichter Kost und steigern Sie die Mahlzeiten schrittweise. Ausreichend trinken ist wichtig.
Schwerwiegende Komplikationen sind äusserst selten. Gesunde Erwachsene vertragen eine Narkose in aller Regel sehr gut. Geplante Eingriffe sollten verschoben werden, wenn Sie akut erkrankt sind (z. B. Erkältung, Fieber). Die offene Kommunikation mit dem Anästhesieteam über Ihre Krankengeschichte ist der beste Beitrag, den Sie selbst zur Sicherheit leisten können.